(12.1) Ephraim Rothschild-Platz

Ephraim Rothschild (geb. 18.02.1808 in Merxhausen, gest. 30.01.1901 in Stadtoldendorf) war eine prägende Figur für das jüdische Leben in Stadtoldendorf und beeinflusste mit seinen unternehmerischen Aktivitäten entscheidend den Aufbau Stadtoldendorfs in der Zeit der Gründerjahre. So eröffnete er schon 1860 den Sandstein – Bruch im Hooptal und 1864 eine Gipsbrennerei. Mit dem Bau der Eisenbahnstrecke von Kreiensen nach Holzminden im Jahre 1865, für die sich E. Rothschild zusammen mit dem damaligen Bürgermeister Seebaß besonders eingesetzt hatte, nahmen die Geschäfte einen ungeahnten Aufschwung. 1869 finanzierte er für seinen Schwager Adolf Wolff den Bau der Weberei A. J. Rothschild Söhne an der Hoopstraße, die bald zum größten Arbeitgeber in Stadtoldendorf wurde.

Ephraim Rothschild stiftete der jüdischen Gemeinde das Grundstück in der Kuhstraße und war viele Jahre selbst Gemeindevorsteher. Er war eine weltoffene Persönlichkeit mit liberaler und demokratischer Gesinnung sowie mit großem Interesse an der Ökonomie und dem technischen Fortschritt seiner Zeit.

 

Weitere Stationen im kulturhistorischen Stadtrundgang: