(4) Leitzenhaus mit Leitzengarten

GPS: 51.882878, 9.625280

Der aus Braunschweig stammende Arzt Dr. Eduard Leitzen kaufte 1843 die linke Hälfte dieses Doppelhauses, 1911 erwarb sein Sohn Wilhelm, Großkaufmann in Südamerika und Berlin, die andere Hälfte hinzu. Er brachte 1914 das Familienvermögen in die nach seiner Mutter benannten „Charlotte-Leitzen-Stiftung“ ein, um den weit verstreut lebenden Angehörigen in Stadtoldendorf einen Stammsitz zu erhalten und den folgenden Generationen eine angemessene Ausbildung zu ermöglichen.

Als Wilhelm Leitzen 1914 starb, wurde seine Urne im Leitzengarten hinter dem Gebäude unter einer amerikanischen Eiche beigesetzt. Nach der Auflösung der Stiftung gelangte das Gebäude aufgrund einer Testamentsverfügung in den Besitz der Stadt, die damit auch die Verpflichtung einging, das Gebäude zu erhalten und für Aufgaben der Kultur- und Heimatpflege zu nutzen.

Das Leitzenhaus beherbergte nach einem Umbau im Jahr 1982 die Bücherei sowie das Stadtmuseum bis in das Jahr 2009, in dem das Gebäude wegen Sanierungsbedürftigkeit geschlossen werden musste. Derzeit gibt es Überlegungen, das Gebäude zu sanieren und einer neuen Nutzung zuzuführen.

Diese Sehenswürdigkeit ist barrierefrei erreichbar.

Kulturhistorische Orte in Stadtoldendorf