(16) Pförtnerhäuschen (und Grundmühle)

GPS: 51.885211, 9.622446

Hier wurde das 1991 abgerissene Pförtnerhäuschen der Weberei Kübler im Jahre 1992/93 wieder aufgebaut. Es stand seinerzeit am Werkseingang der Weberei Kübler in der Hoopstraße (Station 9) und wurde etwa 1890 erbaut. Der kleine Fachwerkbau dient heute als Bahnhofsgebäude für die Feldbahn und beherbergt eine Foto- und Dioramen-Ausstellung zum Thema Stadtoldendorfer Gips- und Sandsteinindustrie.

Feldbahn am Mühlenanger

GPS: 51.885211, 9.622446

Für den Transport von Gipsgestein aus den Steinbrüchen unter der Homburg zu den Fabrikationsanlagen im Hooptal verkehrte von 1898 bis 1958 eine schmalspurige, mit Dampf- und Diesellokomotiven betriebene Industriebahn. Auch in den Sandsteinbrüchen bediente man sich damals zum Transport der schweren Steinblöcke und des Abraums verschiedener Lorenbahnen. Zudem gab es auch in den Stadtoldendorfer Ziegeleien ähnliche Förderbahnen. Um die Erinnerung an dieses heute fast völlig in Vergessenheit geratene Verkehrs- und Transportmittel zu bewahren, wurde 1990 damit begonnen, eine Feldeisenbahn am Mühlenanger aufzubauen.

Grundmühle

GPS: 51.893673, 9.594742

Haben Sie noch etwas Zeit? Dann begeben Sie sich auf den Grundmühlweg in Richtung  ehemaliger Grundmühle. Folgen Sie dazu am Pförtnerhäuschen beginnend der Straße in Richtung Netto-Supermarkt und biegen danach nach rechts in die Hoopstraße ab. Folgen Sie von dort an der Beschilderung. Der Weg hin und zurück beträgt ca. zwei Stunden.

Von dem Wanderweg zur Grundmühle aus haben Sie auch Anschluss zu weiteren Wanderwegen, etwa dem Pilgerweg Loccun-Volkenroda, den Wanderwegen S1 und S2, dem Klosterweg und sogar dem Qualitätswanderweg XW.

Die Grundmühle lag unterhalb vom Kloster Amelungsborn im Hooptal und wurde seinerzeit als Walkmühle betrieben und bei der Tuchherstellung genutzt. Die durch das Mühlrad bewegten Dornenwalzen verfilzten die Wollhärchen an der Oberseite des mit Seife und fetter Tonerde vorbehandelten Stoffes, sodass sie das Gewebe wie mit einer Schicht überdeckten.

Nachdem der Grundmühle um 1600 zunächst der Verfall drohte, wurde sie 1615 als Mehl- und Ölmühle wieder in Betrieb genommen. 1945 wurde sie durch Kriegseinwirkungen allerdings so stark beschädigt, dass sich eine Wiederherstellung nicht lohnte. 1951 wurde sie schließlich abgetragen, sodass heute nur noch der als Gedenkstein aufgestellte letzte Mühlstein an den damaligen Mühlenplatz am Forstbach erinnert.

In der Nähe des Teiches, allerdings abseits des Weges, sind noch ein alter Wasserablauf, die Aufnahmevorrichtung für das große Mühlrad sowie Teile der Grundmauern sichtbar.

Auch der Teich ist heute noch vorhanden und im Frühjahr und Sommer ein beliebter Platz für eine Rast. Eine aufgestellte Sitzbank direkt am Teich lädt zum Verweilen und Genießen der stillen Natur ein.


 

Kulturhistorische Orte in Stadtoldendorf